Navi nachrüsten leicht gemacht

Navi nachrüsten leicht gemacht

Navi nachrüsten leicht gemacht

Navigationsgeräte sind praktisch. Sie ersetzen einen Berg von Karten und helfen sogar dabei Staus effizient zu umfahren. Viele Autofahrer setzen auf mobile Navigationsgeräte, vor allem dann, wenn in ihrem Wagen noch kein Navigationssystem festinstalliert war. Doch die mobilen Lösungen haben so ihre Tücken. Im Cockpit herrscht Kabelsalat, durch die Frontscheibe ist keine hindernisfreie Sicht mehr gewährleistet und das GPS Signal ist auch häufig nicht das stärkste seiner Art.

Navigationseinbau Erfahrungsbericht

Eine Alternative könnte sein, ein festes Gerät nachträglich einzubauen. Wie bitte? Ein Navi nachrüsten? Das ist doch viel zu schwer! Die ganzen Kabel und Anschlüsse müssen an ihren angestammten Platz und hinter ist alles nur ein chaotisches Ende zwischen Einbaufrust und Zerstörungslust. Oder etwa doch nicht? Wenn dem Hersteller Becker Glauben geschenkt werden darf, dann ist ein Navi nachrüsten nicht schwieriger als bei einem Mobiltelefon einen leistungsschwachen Akku durch einen neuen auszutauschen. Geht das wirklich so einfach? Dann wird jetzt einmal der Test durchgeführt.

Runde 1

DTM High-Speed mit DIN-Anschlüssen soll das Wunderkind sein, dass Navi nachrüsten zum Kinderspiel macht. Die Idee ist denkbar einfach: altes Radio heraus nehmen, Wundernavi einsetzen. Fertig.

Auf geht es, die Uhr läuft. Die Batterie wird abgeklemmt, schließlich möchte hier niemand einen Schlag bekommen, das ausgediente Autoradio herausgezogen und alle Stecker aus den Anschlüssen vorsichtig entfernt. Dann das Navigationsgerät nachrüsten. Ein Blick auf Stecker und Anschlüsse zeigt: die Stecker sind in der Tat alle DIN genormt. Dennoch lieber noch mal überprüfen, ob alles fest sitzt und nicht wackelt. Wenn Anschlüsse nicht halten oder gar immer wieder abfallen, dann sollte beim Navi nachrüsten lieber noch mal ein Mechaniker in der Werkstatt des Vertrauens befragt werden. Neben der Energieversorgung muss auch eine Verbindung zum elektronischen Tachometer hergestellt werden. Das ist notwendig, damit das Navigationsgerät mit einem Signal zur Wegberechnung ausgestattet wird.

Einmal auf das Ziffernblatt der Uhr geschaut und diese sagt, dass der Vorgang bis jetzt fünf Minuten gedauert hat. Soweit so gut also.

Runde 2

Die Aktion „Navi nachrüsten“ geht in Runde zwei. Auf das Armaturenbrett wird jetzt die signalstarke GPS Antenne mit Klebstoff befestigt. Bei diesem Teil des Navi nachrüsten gilt: darauf achten, dass die Sicht durch die Windschutzscheibe hierbei nicht behindert wird. Tipp: falls die Frontscheibe über eine Beschichtung verfügt, dann kann die flexible Antenne auch an die Karosserie geklebt werden. Um hässlichen Kabelsalat zu vermeiden, wird das Antennenkabel hinter die Handschuhfachverkleidung verlegt. Dieser Teil der Mission „Navi nachrüsten“ hat weitere fünf Minuten gedauert.

Weiter geht’s mit Navi nachrüsten. Alle Stecker werden angeschlossen und das Navigationsgerät wird im Radioschacht versenkt bis es einrastet. Die Batterie wird wieder angeklemmt. Was sagt die Uhr? Weitere 15 Minuten sind zum Navigationsgerät nachrüsten in das Land gezogen.

Nach nochmals fünf Minuten ist das Gerät eingeschaltet und der Startcode wurde eingegeben. Das Navi verlangt nach einer Kalibrierung. Wie soll das denn gehen? Aha, mit einer Fahrt kurz die Straße runter und wieder herauf ist das Produkt zufrieden und stimmt die Daten von selbst ab. Das war ja einfach.

Fazit Navigationsgerät nachrüsten

Nun zählt es. War das Navi nachrüsten erfolgreich oder nicht? Zieladresse eintippen und: hurra, es funktioniert! Ergebnis: In nur 35 Minuten ist Navi nachrüsten kein Problem.

Foto: Zoonar (Polylooks)

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